Bunker Festungen

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Aktualisiert am 11.09.2011: Zürich

Bunker:

Diese Seite soll ein paar aus meiner Sicht interessante Bunker- und Festungsanlagen der Schweizer Armee zeigen. Die Auswahl ist völlig willkürlich und ebenso subjektiv und folgt keiner strengen Systematik. Örtlich zuordenbare geheime Anlagen werden keine gezeigt, praktisch alle abgebildeten Bunker sind meines Wissens deklassiert. Eine historische, militärische, ideologische oder politische Wertung soll nicht vorgenommen werden, dazu haben wir ja schon genug Spezialisten im Land...

Bunker in der Region Thunersee
Fortificazioni nel Cantone Ticino
Befestigte Höhenzüge
Befestigte Ortschaften

 

 

Bunker im Jura

Chasseralkette

Passwang: Artilleriestellung, Unterstände für mobile Artilleriegeschütze beim Oberpasswang. Darstellung von Sperrstellen entlang der Passstrasse. Für mehr Informationen siehe Webseite von Schwitter

Uebersicht

Scharte des Bunkers im Vordergrund der Uebersicht

Zerfallener Bunker - bei der grossen Fichte im Uebersichtbild

Umgenutzter Bunker - im Hintergrund

Infanteriebunker am Baselseitigen Portal des Passwangtunnels

Neuhüsli: Bunker ähnlich wie im Schachen, diesmal frontal auf die Strasse wirkend

Inschrift auf der Passhöhe des Passwang (also nicht in der Tunnelregion) von 1942

... und 1974

Schachen, Blick von Westen her: 1 markiert einen Bunker mit IK oder Tankbüchsenscharte, 2 einen Bk mit Mg-Scharte. Tankmauer.

Das Geländepanzerhindernis aus der Luft (Google earth)

Bunker mit Pak oder Tankbüchsenscharte

Schachen, Bk mit Mg-Scharte sowie Beobachterscharte

Verankerung für die Feldlafette des Mg

Scharte der "Kanonengarage" im Schachen, wirkt flankierend auf Panzersperre

Eingang der "Kanonengarage" (Feldkanone?)

Bachsperre im Schachen

In der Schlucht zwischen Erschwil und Unterbeinwil finden sich Minenkammern, über Leitern erreichbar

Zustand einer Minenkammer nach der Demontage (April 2004)

Inschrift in der Schlucht bei den Sprengkammern

Das Sprengobjekt wurde gedeckt durch diesen Infanteriebunker (Schussrichtung: Passwang)

Richtung Laufen gerichtet war, in ca. 100 m Abstand zum Sprengobjekt, dieser Bunker

Bachsperre bei Erschwil, ein Sperrelement über Bach ist eingelegt, ein zweites Sperrelement lag über den Sperrhöckern

Eingang zum Werk 8,4 cm in Mümliswil

Scharten für 8,4 cm Kan an der Passstrasse in Mümliswil

Nahansicht einer Scharte

Vorbereitete Sperre in Klus. Das Haus, von dessen Ecke aus die Aufnahme gemacht wurde, hat als Adresse "am Stadttor 3"...

Klus: Vorbereitete Sperre in Gasse neben Hauptstrasse

Klus: Vorbereitete Sperre am Industriegeleise-Tunnel. Im 2006 war das Sperrmaterial nicht mehr da...

Äussere Klus: Erdwall, Tankmauer. Im Hintergrund Erinnerungstafel, Bunker

Äussere Klus: Uferhindernis, zwischen Tankmauer und Brücke der Hauptstrasse

 

La Rossmatte bei Vermes

In einer Schlucht im Jura - heute an der Kantonsgrenze JU-BE - findete sich diese illustrative Sperrstelle, an der sich ein Geländepanzerhindernis, ein Strassenhindernis und sogar noch ein Stacheldrahthinternis finden. Zwei flankierende Bunker mit je Waffen- und Beobachterscharte decken das Hindernis. Erneuert wurde offenbar die Sperrstelle weit nach dem 2. Weltkrieg mit einem modernen Unterstand und Sprengobjekt.

Das Strassenhindernis

Sperrelemente: Schienen und "Reiter", teilweise Doppelreiter (auf Feindseite eine Reihe "Reiter" und Schienen)

BBB Blöcke, einreihig. Der Bach weist keine Sperrelemente auf

Stacheldrahthindernis hangseitig

Scharte westlich

Zugang zum Bunker West: Betoniert mit Steinimitat.

Eingangsbereich mit Stollenverteidigung

Vom Bk West gegen die Scharten des Ostbunkers

Nahaufnahme: Tankbüchse und Beobachter

Zugang zum Bunker Ost

Auf Strassenniveau, westlich der Strasse, dieser Eingang...

...der aber eindeutig zu einem Werk der 80er gehört: Ein Zugsunterstand

Die Strasse ist auch zur Sprenung vorbereitet gewesen...

... wie diese Schächte und die Pionierzündstelle (nicht gezeigt) zeigen.

 

Sperrstelle Mettembert: Grenznaher Juraübergang

Feldbefestigung, östlich der Passstrasse

Geschützstand teilweise mit Laub eingedeckt

Gedenktafel an der Passstrasse

Imposante BBB Anlage neben dem heutigen Schützenhaus

Ansicht der Scharten

Truppenwerke

Truppenwerke am Nordhang, Detail

Le Pichoux: Ein interessantes Felswerk

Von der Sperrstelle ist noch das Strassenhindernis (GPH) und 2 Bunker erhalten. Das Werk in der Kurve hat mindestens 3 Stöcke mit Kampfständen auf Ebene des Eingangs, oberhalb und unterhalb (Richtung Gorges du Pichoux)

Blick auf Scharte Richtung Schlucht (3) und Tunnel (1). Tunneleingang im Rücken des Fotografen

Kampfstand (2) oberhalb des Hotels de la Couronne; Schussrichtung wohl Richtung Kurvenbogen/zuführende Strasse

Blick auf den Tunnel; rechts mit Plakaten/Graffiti der Eingang (1). Rechts am Strassenrand GPH Überrest

Gegenüber des Eingangs (1) das getarnte Gegenwerk (4)

St. Brais - Roche

Die Roche percée in St. Brais wurde im zweiten Weltkrieg von einem Felswerk (gegen Osten) und Bunker (gegen Westen) ergänzt

Die lateinische Inschrift erinnert an Ingenieur J. Amédée Watt von Löwenberg; 1821

Das Jurawappen erinnert an die Separatisten. Es ist auf den Kunstfelsen aufgepinselt, der zwei Scharten tarnt

An die Strassensperre erinnert nur noch der Rest der Tankmauer

Das Gegenwerk dürfte mit einem Lmg bestückt gewesen sein - die Treppe fällt der Felserosion anheim

Der Zustand 2008

Strasse Montfaucon - Soubey

Die Strasse von Montfaucon nach Soubey wird auf einem langen geraden Stück von einem eindrücklichen Infanteriebunker flankiert

bergseitig Eingangstüre mit Scharte

Talseitig gut erhaltene Schartentarnung

Zwei Scharten nach talseitig

Sperren am Doubs

Der Doubs resp. die Schlucht, in deren Grund der Doubs fliesst, bildet ein mächtiges natürliches Hindernis, das die Freiberge von Frankreich trennt: Die Höhendifferenz beträgt zwischen 300 und 400 m, die Hänge sind steil abfallend, und nur einzelne schmale Strassen winden sind in Haarnadelkurven zum Fluss und somit an die Grenze. Und diese Strassen wurden auf Schweizer Seite mit Bunkern und Panzerhindernissen versehen. Besonders eindrücklich ist hierbei die Strasse von Saignélégier nach Goumois: Eine Strassensperre mit Sprengobiekt wird von einem Infanteriebunker mit Gegenwerk geschützt; der Steilhang ist mit Winkeleisen gespickt, der wohl einst ein Drahtverhau gebildet haben dürfte. In die Felsen unmittelbar am Waldrand sind Unterstände eingelassen. Ein steil abfallender Waldweg weist ebenfalls eine Strassensperre und zwei Bunker auf.

Krokis der Sperrstelle Goumois: je zwei Infanteriebunker an der Strasse und einem Waldweg; die Strasse mit Sprengobjekt. Steile Felsen am Übergang Wald-Hochebene; darin mindestens 3 Unterstände.

Der Infanteriebunker, frontal auf die Strasse wirkend. Der Graben mit Rinnsal wird durch ein Hindernis ergänzt.

Eingang zum Werk auf Höhe des Kampfraumes

Bunker und Gegenanlage haben je zwei Eingäng: Einen auf Ebene des Kampfraums und einen erhöhten (beim Gegenbunker auf der Abdeckung)

Das Gegenwerk

Der steil abfallende Hang weist - auch unterhalb der Strasse - ein breites Verhau (allerdings ohne Draht) auf

Der Hang findet seinen Abschluss in einem Felsband, bevor die Hochebene beginnt. In diesem Felsband habe ich drei Unterstände festgestellt

Was vom Sprengobjekt noch zu sehen ist

Der steil abfallende Waldweg weist ebenfalls eine Sperrstelle mit Bunker und Gegenwerk auf; hier die Scharten des Hauptbunkers

Der Eingang zum Gegenwerk befindet sich an dessen Front

Die beiden Anlagen decken eine Wegsperre; der Weg wurde durch die Betonplatte halbiert; auf der Betonplatte waren Eisenbahnschienen eingelassen (jetzt abgeschweisst). Der Durchlass konnte mit Betonblöcken verlegt werden

An einer anderen Stelle steht dieser imposante und etwas verwinkelt angelegte Infanteriebunker (Strasse von les Pommerats zum Doubs)

Als Besonderheit weist dieser Bunker an der Rückseite (der Gegenwerk abgewandten Seite) einen "Balkon" mit Schützenstellung auf: Inklusive zwei schlitzförmigen Scharten für den Tiefschuss. Der "Balkon" selber konnte mit einem HG-Auswurfrohr bewirkt werden

Das Gegenwerk weist zwei Scharten auf: Eine gleich neben dem Eingang, zum Hauptbunker hin wirkend, und eine auf Tiefschuss ausgelegte Scharte zur Strasse hinunter. Dieses Gegenwerk liegt auf der angenommenen Feindseite

 

Kleinlützel: Das Tor zum Laufental

Die Sperrstelle Kleinlützel wird der Nachwelt erhalten und ist Besuchern zugänglich (http://www.kleinluetzelbunker.ch/). Sie Umfasst zwei Bunker ("Nord" und "Süd"), wobei einer schräg frontal wirkt (Süd) und einer flankierend (Nord). Am Nordhang zieht sich ein Geländepanzerhindernis zum Wald hoch. Die Strassensperre auf der Kantonsstrasse sowie die vorbereiteten Sperren auf der Nebenstrasse zum Berg sind schon vor einiger Zeit entfernt worden; sichtbar sind sie noch auf dem Strässchen, das ans Bachufer führt. Miteinbezogen in die Sperrstelle scheint auch ein Wassergraben zu sein. Der Bunker Süd war umgeben von einem Verhau, das an Betonpfählen verankert war; einzelne Spuren finden sich noch. Auf dem Berg wurde in den Achtziger Jahren ein Zugsunterstand erstellt. 

Geländepanzerhindernis im Wald, sich am Nordhang hinaufziehend

in einem Felsen, schön mit Kunstfelsen getarnt, das Infanteriewerk Süd, schräg frontal wirkend

vorbereitete Sperre auf dem Strässchen zum Bachufer; identisch mit den zwischen entfernten Sperrelementen auf der Bergstrasse

Die Strassensperre wird ergänzt durch einen Wassergraben; schwer zu fotografieren, da im dichten Wuchs schlecht abgrenzbar

 

 

Sperrstelle Lützelmündung bei Laufen: Strasse, Bach, Eisenbahn

Die vorbereitete Sperre auf der Hauptstrasse ist längst geräumt, gut sichtbar sind noch die vorbereitete Bachsperre, Teile des Geländepanzerhindernisses und die vorbereitete Sperre der Schienen - allerdings nur auf dem Industriegeleise (die Schienensperren sind praktisch überall geräumt und durch sog. Stahlspinnen ersetzt worden). Gedeckt wurde die Sperre durch flankierende Felswerke.

Verankerung des Bachhindernisses links...

.. und rechts der Birs

links: Das Industriegeleise, noch immer mit vorbereiteter Sperre

Runder Sperrelementeschacht; von Roll, wie immer

BBB Höcker im freien Gelände zwischen Schiene und Fels

scharten des flankierenden Felswerkes rechts der Birs

Aufwändig: Der Zugang zum Eingang des Felswerks

 

 

Literatur: Militärische Denkmäler in den Kantonen Solothurn, Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Inventar der Kampf- und Führungsbauten, Herausgeber: Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, Generalstab, Abt Immobilien Militär. Bern, 2001

Anlagen aus der Luft

Nizza

 

Festungen:

In der Schweiz versteht man umgangssprachlich unter "Festung" in erster Linie eine kavernierte Anlage mit Artilleriegeschützen und eigener Aussenverteidigung und Versorgungsautonomie. Dies im Gegensatz zur einfachen Artilleriestellung ohne eigene Aussenverteidigung und ohne Autonomie oder zum Artilleriebunker (Festungsminenwerfer oder Bison-Geschütz). "Festung" bezeichnet also nicht einen ganzen Geländeabschnitt, auf dem Artillerie- und Infantierieanlagen massiert sind ("Festung Verdun, Festung Belfort").

Ein "Werk" dagengen bezeichnet in unserem Sprachgebrauch eine verbunkerte Anlage, die über Versorgungsautonomie (d.h. v.a. über einen Stromgenerator) verfügt: Infanteriewerk, Artilleriewerk.

 

Während der Öffentlichkeit die Festungen Reuenthal, Heldsberg und Pré-Giroud bekannt und als Museen zugänglich sind, ist das Artilleriewerk Plainbois weitgehend in Vergessenheit geraten: Wie die 3 genannten Artilleriewerke gehörte es zu den zu Beginn des zweiten Weltkrieges einsatzbereiten Anlagen an der Grenze. Es liegt beim Dorf Bourrignon im Kanton Jura. Eine Besichtigung von aussen lässt folgendes erkennen:

In diesem Felsen lag das Artilleriewerk Plainbois...

Von weitem erkennt man eine Scheinscharte und die etwas rostig gewordene (1999) Eingangstarnung

Eingangstarnung, gesehen von der überwachsenen Zufahrtsstrasse

Eingangstor im klassischen Stil

bemalter Felsen als Scheinscharte

Notausgang unterhalb der Scheinscharte

Die 10.5 cm Turm-Kanone

 

Links zu den Festungsmuseen: http://www.fort.ch/

Einzelne "Rosinen"

Festung St. Maurice

Festung Magletsch/Sargans

Festungen im Berner Oberland: Ein hervorragend dokumentierter Link:

http://www.festung-oberland.ch/

Infanteriebunker Fischbalmen am Thunersee:  http://www.beo-news.ch/juli99/bunker.htm

Sperrstelle Hünibach bis Heiligenschwendi


Festung Heldsberg:  http://www.festung.ch/


Lonastellung bei Biasca:  http://www.fortemondascia.ch/


Vallorbe:  http://www.vallorbe.ch/tourisme/visites/fort.html


Reuenthal:  http://www.festungsmuseum.ch/

Wallis: http://www.fortlittroz.ch