Chasseralmassiv
Hier sollen Sperrstellen, die Zwischen Biel und und dem Vallon St. Imier
verlaufen, dargestellt werden. Nebst den eindrücklichen Sperrstellen im Tal -
Frinvillier, Reuchenette, Sonceboz - finden sich interessante Anlagen auf dem
Chasseralmassiv: Praktisch jede damals existierende, nach Süden führende Strasse
scheint zumindest eine Panzerbarrikade aufgewiesen zu haben - so lässt es auf
jeden Fall die Spurensuche vermuten.
Frinvillier bemüht sich offenbar, seinen Bunker zu
erhalten; gemeint ist dabei das Werk über der Hauptstrasse, an den Resten der
Römerstrasse; siehe dazu
TV-Sendung; ich selber finde das Gegenwerk interessanter: Ein
Infanteriebunker mit drei Scharten, noch erhaltenem Stacheldrahtverhau und
Aussenverteidigung (Solitäre?); dazu in schöner Lage auf dem Felsvorsprung über
der Schlucht:
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Der Eingang, schlicht und einfach |
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Gut erhaltenes Verhau, zum Teil in aus rohen Steinen errichtete Mauern eingelassen |
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Die Stützmauern sind schön in die Umgebung eingefügt |
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Die Vertiefung in der Mauer, aus der heute ein Baum wächst, lässt an einen Solitär denken |
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Scharte gegen Süden |
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Scharte zum Werk Frinvilier Ost |
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Scharte Richtung Norden |
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La Reuchenette bei Biel: Interessante Sperrstelle Infanteriewerken und
Talsperre, welche auch Gebäude miteinbezieht:
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Infanteriewerk West |
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Detail Inf Werk West: 2 Schartenöffnungen, über Treppe verbunden. Je ein Kamin |
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Gegenwerk, östlich, im Areal eines Steinbruchs gelegen |
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Bachsperre: Einbezug der Brücke |
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Einbezug von Gebäuden in Sperrstelle |
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La Porte des Enfers - diese einladende Bezeichnung trägt ein Engnis auf der Höhe
der Ortschaft la Heutte. Die Strasse dient dem Steinbruch von La Reuchenette als
Passage. Markant ist ein in den Fels getriebener Tunnel; am Fusse dieses Fels
findet sich eine Tankmauer. Das Wappen/Signet ist herausgefallen, es findet sich
noch die Inschrift "Füs Kp". Am Tunnel selber sind keine Spuren eines Hindernis
mehr feststellbar.
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Der Tunnel von Norden her gesehen |
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Kaum mehr zu finden... die Tankmauer |
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..mit der nur noch teilweise erhaltenen Inschrift |
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Das Engnis von Sonceboz
Soncéboz/Tournedos ist in der entsprechenden ADAB-Broschüre gewürdigt und als
erhaltenswert bezeichnet. Auf der gegenüberliegenden Seite findet sich eine weit
weniger architektonisch interessante, aber mit grossem Aufwand eingerichtete,
weitläufige Sperrstelle. An einer Begehung konnte ich 3 Infanteriebunker und
eine mehrere 100 m lange Sperrmauer im steilen Berghang feststellen. Ungefähr
auf der Höhe des Engnis Tournedos findet sich der Flur "la Vignerole"; an einer
Wegaufgabelung findet sich eine Tankmauer mit Inschrift "I.Sct.-Cp.Fu V/ZZI Mob
1939". Die Tankmauer zieht südlich der Strasse, also bergseitig, schräg nach
Westen, macht einen fast rechtwinkligen Knick und zieht sich ca. 200 m gerade
bergauf; an einigen Stellen ist gar noch ein Graben auszumachen. Die Mauer endet
nach einem weiteren Knick mit einem Durchlass an einem natürlichen Hindernis,
einem Felssturzgebiet. Die eigentliche Strassensperre (Strasse Sombeval -
Métairie de Nidau) wird von einem Bunker gedeckt, der zwei Scharten auf das
Strassenhindernis gerichtet hat und eine hangwärts.Mit ca. 150 Höhenmetern
unterschied und 500 m auf der Projektion südwärts versetzt deckt ein 3
schartiger Bunker (wohl Pak, Mg und Beobachter) die Sperre flankierend. Fährt
man die Strasse Richtung Métairie de Nidau weiter, so findet sich im Wald eine
zweite, nur kurze Tankmauer. Eigenartigerweise weist der Naturbelag der Strasse
nach der Métairie keine vorbereitete Sperre auf, wohl aber der abfallende Weg
ins Tal. Ein Bunker findet sich am abfallenden Weg; er hat zwei Fronten mit je
zwei Scharten, nach Westen und nach Osten. Entsprechend weist der Abfallende Weg
noch ein zweites Hindernis auf.
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Inschrift der Einheit, "Mob 1939" |
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Bunker La Vignerole, nördlich gelegen, Unter dem Vordach (Picknickplatz) zwei Scharten Richtung Strassensperre, sichtbar eine Scharte Richtung Hang |
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Noch andeutungsweise erkennbarer Graben vor der etwa mannshohen Mauer |
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Die Mauerkrone ist nicht eben imposant - es scheint sich mehr um eine Stützmauer zu handeln, verstärkt mit Stacheldraht |
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Strassenabschnitt östlich, hangabwärts, des Bunkers. Keine Tankmauer, aber Betonplatte mit Einlässen für Sperrelemente; Panzerbarrikade T 961. |
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Nach Westen gerichtete Front des Bunkers, grössere Scharte zugemauert |
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nach Osten/Talwärts gerichtete Front des Bunkers; unter der zugemauerten grossen Scharte Deckel zum Einstiegsschacht. |
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Einstiegsschacht mit Eingangstüre |
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Fortsetzung der Tankmauer T 960 mit Schienenelementen |
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Front des mächtigen Bunkers, der die Sperrstelle wohl aus hoher Warte gedeckt haben sollte |
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Kein Geländehindernis, aber eine vorbereitete Strassensperre ca. 300 m vor dem Bunker |
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Les Goguelisses: Heute ein holpriger Waldweg, und doch eine Sperrstelle mit
Panzerbarrikade und zwei Bunkern. Einer davon ist 6eckig, wie z.B. auf dem
Jolimont zu beobachten, der andere weist eine abgewinkelte Front, einen
prominenten Eingangsbereich (mit eingelassener Scharte gegen hinten) und eine
weitere Scharte auf der Rückseite auf. Der Bunker ist an einer Seite in den Hang
eingelassen.
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Der 6eckige Bunker bei Goguelisses - eine feindseitig gerichtete Fläche ragt etwas aus dem Sechseck heraus |
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offensichtlich umgenutzt - die Front, direkt auf die Panzerbarrikade wirkend |
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Rückseite dieses interessanten Bunkers - die rundliche Konstruktion mit Scharte gehört zum Eingang |
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Die Tankbarrikade. Das Viehtor ist an einer noch erhaltenen Eisenbahnschiene befestigt; weitere Schienenelemente sind abgeschweisst; sie sind nur bergseitig festzustellen. |
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Chasseral
Der Chasseralpass weist
nördlich der Passhöhe ein wuchtiges Geländepanzerhindernis
auf, die beiden Truppenwerke erscheinen daneben fast ein wenig
unterproportioniert:
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erstes, überdecktes Strassenhindernis N der Krete, auf der absteigenden Strasse |
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zweites, praktisch komplett überdecktes Strassenhindernis; am rechten Rand sind noch abgetrennte Schienenelemente zu sehen |
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Übersichtsaufnahme von Süden, also mit der Krete im Rücken und Blick Richtung St. Imier |
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Graben (mit Erlen gefüllt, dahinter Hindernis mit H-Trägern |
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knapp sichtbar der Bunker östlich...... |
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der von zwei Solitären gedeckt wird. Ebenfalls erkennbar (nicht abgebildet) sind noch Reste von Stahlbetonpfosten in der Umgebung des Bunkers |
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Schwer zugänglich: Bunker westlich. Man beachte die Scharte unterhalb der Eingangsebene, die praktisch komplett verdeckt ist |
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Strasse les Pontins - St. Imier, erste Haarnadelkurve im Wald: Als Stützmauer getarnter Bunker, Tarnung leider weggebrochen. Eingang links der Scharte. Zusätzlich Aufbau mit Sichtsteinen. |
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Das kaum getarnte Gegenwerkt, nur ca. 40 m Luftlinie |
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Pont des Anabaptistes und la Petite Douanne
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Die Sperrstelle Petite Douanne weist einen Wall, Graben und eine Tankmauer auf; mit einem Durchlass für die Strasse. Am westlichen Ende der Mauer findet sich noch eine Fortsetzung der Mauer als Schienenhindernis |
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Abschnitt Schienenhindernis: Hinderniselemente aus 2 oder 3 Eisenbahnschienen gefuegt. |
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Einer der beiden flankierenden Bunker. Etwas eigenartig die rhombusförmige Scharte links im Bild (Mg?); in der Mitte Pak-Scharte, rechts im Bild Beobachter. |
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Einer der zwei Bunker an der Sperrstelle Pont des Anabaptistes: Scheint mehr eine verbunkerte Schuetzenstellung zu sein |
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2 der insgesamt 3 Scharten: Wohl Gewehr (links) und Mg rechts (Feldlafette?) im Bild. |
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